SONAR

Alte Völker haben lange Röhren als nicht-mechanische Unterwasser-Abhörgeräte verwendet, um Schall im Wasser zu erkennen und zu übertragen. Jahrhundert begannen Wissenschaftler, die physikalischen Eigenschaften zu untersuchen, die mit der Schallübertragung in Wasser verbunden sind. 1882 versuchte der Schweizer Physiker Daviel Colladen, die Schallgeschwindigkeit in den bekannten Tiefen des Genfersees zu berechnen. Basierend auf der Physik der Schallübertragung des englischen Physikers Lord Rayleigh (1842-1914) und dem vom französischen Wissenschaftler Pierre Curie (1509-1906) entdeckten piezoelektrischen Effekt erfand der französische Physiker Paul Langevin (1872-1946) 1915 das erste System zur Nutzung von Schallwellen und akustischen Echos in einem Unterwasserdetektionsgerät.

Nach der Titanic-Katastrophe entwickelten Langevin und sein Kollege Constantin Chilowsky, ein russischer Ingenieur, der damals in der Schweiz lebte, ein sogenanntes „Hydrophon“ als Mechanismus, mit dem Schiffe Eisberge leichter erkennen können (die überwiegende Mehrheit aller Eisberge verbleibt unter der Meeresoberfläche). Ähnliche Systeme wurden sofort als Hilfe für die Unterwassernavigation von U-Booten eingesetzt.

Verbesserte Elektronik und Technologie ermöglichten die Herstellung stark verbesserter Hör- und Aufnahmegeräte. Da passives SONAR im Wesentlichen nichts anderes als ein aufwendiges Aufzeichnungs- und Schallverstärkungsgerät ist, litten diese Systeme darunter, dass sie von der Stärke des vom Ziel kommenden Schallsignals abhängig waren. Die empfangenen Signale oder Wellen könnten typisiert (d. h. auf bestimmte Ziele bezogen) werden, um Merkmale zu identifizieren. Obwohl qualifizierte und erfahrene Bediener einigermaßen genaue Schätzungen der Reichweite, Peilung und Relativbewegung von Zielen liefern konnten, waren diese Schätzungen weitaus weniger präzise und genau als die Ergebnisse aktiver Systeme, es sei denn, die Ziele waren sehr nahe — oder sehr laut.

Die Bedrohung durch den U-Boot-Krieg im Ersten Weltkrieg machte die Entwicklung des SONARS dringend erforderlich. und andere Mittel der Echoerkennung. Die Entwicklung des Schallwandlers, der die Umwandlung elektrischer Energie in Schallwellen umwandelte, ermöglichte in den letzten Kriegsjahren rasche Fortschritte im Sonardesign und in der Sonartechnologie. Obwohl aktives SONAR zu spät entwickelt wurde, um während des Ersten Weltkriegs weit verbreitet zu sein, erntete der Drang nach seiner Entwicklung enorme technologische Dividenden. Nicht alle Fortschritte waren jedoch auf militärische Zwecke beschränkt. Nach dem Krieg wurden Echolotgeräte an Bord vieler großer französischer Ozeandampfer platziert.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bemühte sich das British Anti-Submarine Detection and Investigation Committee (ASDIC) darum, jedes Schiff der britischen Flotte mit fortschrittlichen Erkennungsgeräten auszustatten. Der Einsatz von ASDIC erwies sich als entscheidend für die britischen Bemühungen, schädliche Angriffe deutscher U-Boote abzuwehren.

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