Loss and damage in the IPCC Fifth Assessment Report (Working Group II): a text-mining analysis

ABSTRACT

‚Verluste und Schäden‘ beziehen sich auf Auswirkungen des Klimawandels, die durch Mitigations- und Anpassungsbemühungen nicht vermieden wurden oder nicht vermieden werden können. Nach der Einrichtung des Warschauer Internationalen Mechanismus für Verluste und Schäden (WIM) gelten Verluste und Schäden im Rahmen des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) neben der Eindämmung und Anpassung als dritte Säule des Klimaschutzes. Dieses Papier untersucht, was der Beitrag der Arbeitsgruppe II zum fünften Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC WGII AR5) zu diesem aufkommenden Thema zu sagen hat. Mittels qualitativer Datenanalyse-Software (Text Mining) bewerten wir, welche klimatischen Stressoren, Wirkungsbereiche und Regionen der Bericht primär mit Verlusten und Schäden in Verbindung bringt und vergleichen dies mit den Schwerpunktbereichen des WIM. Die Studie zeigt, dass IPCC WGII AR5 Verluste und Schäden in erster Linie mit extremen Wetterereignissen und wirtschaftlichen Auswirkungen in Verbindung bringt und sie in erster Linie als zukünftiges Risiko behandelt. Heutige Verluste und Schäden durch langsam einsetzende Prozesse und nichtwirtschaftliche Verluste werden viel weniger beachtet. Überraschenderweise hat AR5 auch mehr über Verluste und Schäden in Regionen mit hohem Einkommen zu sagen als in Regionen, die am stärksten gefährdet sind, wie kleine Inselstaaten und am wenigsten entwickelte Länder. Das Papier schließt mit Empfehlungen an den IPCC für seinen 6. Sachstandsbericht (AR6), um mehr Beweise für Verluste und Schäden durch langsam einsetzende Prozesse, nichtwirtschaftliche Verluste und Schäden sowie Verluste und Schäden in gefährdeten Ländern aufzunehmen.

Wichtige politische Erkenntnisse

  • IPCC WGII AR5 diskutiert Evidenz über Verluste und Schäden vorwiegend im Zusammenhang mit plötzlich auftretenden Katastrophen und wirtschaftlichen Kosten.

  • Es bedarf weiterer Forschung zu Verlusten und Schäden durch langsam einsetzende Prozesse und nichtökonomischen Verlusten und Schäden, insbesondere in gefährdeten Ländern des globalen Südens.

  • Förderorganisationen sollten die Forschung in diesen Bereichen unterstützen und IPCC WGII AR6 sollte diesen Themen mehr Aufmerksamkeit widmen.

  • Verluste und Schäden sind nicht nur ein zukünftiges Risiko, sondern für gefährdete Menschen in Klima-Hotspots bereits heute Realität. Die menschenzentrierte Forschung von Sozialwissenschaftlern ist entscheidend für ein besseres Verständnis dessen, was Verluste und Schäden in der realen Welt bedeuten.

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